Gallenblase

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GALLENBLASENENTFERNUNG

Wie wird die Gallenblase entfernt?

 

Die Gallenblasenentfernung (Cholezystektomie) ist heutzutage ein Routineeingriff und kann in den meisten Fällen Laparoskopisch (Schlüssel-Loch-Chirurgie) durchgeführt werden. In der Regel werden hierfür 3-4 Schnitte am Bauch benötigt, die jeweils eine maximale Länge von 1,5cm haben. Hierüber wird eine Kamera, sowie Instrumente eingeführt mit deren Hilfe die Gallenblase entfernt werden kann.

 

Falls Sie sich den genauen Ablauf dieser Operationen ansehen möchten klicken sie HIER!

 

Was ist Gallenflüssigkeit?

 

Die Gallenflüssigkeit (umgangssprachlich "Galle") ist ein Verdauungssaft, der speziell für die Verdauung fettreicher Speisen notwendig ist. Täglich werden etwa 600-1500 ml Gallenflüssigkeit in der Leber produziert - nicht, wie häufig angenommen, in der Gallenblase.

 

Wenn mehr Gallenflüssigkeit vorhanden ist als zur Verdauung nötig, wird der "Überschuss" in der Gallenblase durch Wasserentzug eingedickt und gespeichert. Bei Bedarf, z.B. nach einer fetthaltigen Mahlzeit, zieht sich die Gallenblase zusammen und pumpt die gespeicherte Galleflüssigkeit über den Gallengang in den Dünndarm.

 

Wie entstehen Gallensteine?

 

Die häufigste Erkrankung des Gallensystems ist die Steinbildung, fachsprachlich Cholelithiasis.

 

Gallenflüssigkeit besteht zu einem großen Teil aus Wasser, zu einem kleineren Teil aus Cholesterin, Gallensäuren und Bilirubin (Gallenfarbstoff). Diese Stoffe bleiben im Wasser gelöst, solange sie in einem bestimmten Verhältnis zueinander in der Galleflüssigkeit enthalten sind. Wenn das Lösungsgleichgewicht gestört ist, weil der Anteil eines der Stoffe verhältnismäßig stark zunimmt, kommt es zur Ablagerung von festen Bestandteilen - es bilden sich Kristalle, die aus Cholesterin und/oder Bilirubin bestehen und mit der Zeit zu größeren Steinen wachsen können.

 

Gallensteinleiden

 

Gallensteine entstehen praktisch ausschließlich in der Gallenblase, da hier die Galle nicht in Bewegung ist und auskristallisieren kann. Findet man Steine in den Gallenwegen, kommen diese aus der Gallenblase (Steinabgang). Nur bei einer angeborenen Aussackung der Gallenwege (das äußerst seltene Caroli Syndrom) können Steine auch in den Gallenwegen entstehen. Die ausschließliche Steinbildung in der Gallenblase ist sehr wichtig für den operativen Behandlungsansatz der Gallenblasenentfernung (s.u.).

 

Risikofaktoren für die Steinbildung sind:

 

  • Übergewicht
  • Weibliches Geschlecht (32% der Frauen, aber nur 16% der Männer über 40 Jahre haben Gallensteine)
  • Mehrere Schwangerschaften
  • Alter über 40 Jahre
  • Erbliche Belastung

 

Gallensteine Prävention

 

Eine direkte Vorbeugung von Gallensteinen ist nicht möglich.

 

Wie aber auch bei anderen Krankheiten, die den Magen-Darm-Trakt betreffen, ist eine gesunde ballaststoffreiche und fettarme Ernährung sinnvoll und hilfreich. Die Cholesterinwerte sollten in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden, um eine Eindickung der Gallenflüssigkeit und somit eine Bildung von Gallensteinen zu verhindern. Übergewicht ist ein entscheidender Risikofaktor, der vermieden werden sollte. Stoffwechselstörungen wie ein Diabetes mellitus sollten unbedingt richtig eingestellt werden.

 

Typische Symptome

 

Nur bei etwa 30% der "Steinträger" treten Krankheitszeichen auf, der größere Teil der Gallensteinträger entwickelt keine Beschwerden. Wenn jedoch Beschwerden auftreten, gehen diese so gut wie nie von alleine zurück, kommen also immer wieder.

 

Typische Beschwerden sind:

 

  • Starke, meist krampfartige Schmerzen im rechten Oberbauch, zum Teil mit Ausstrahlung in die rechte Schulter (Gallenkoliken)
  • Gelegentlich Übelkeit und Erbrechen
  • Fieber bei zusätzlicher Entzündung (Gallenblasenentzündung)
  • Entfärbung des Stuhls und Dunkelverfärbung des Urins bei zusätzlichen Gallengangssteinen

 

Komplikationen der Gallenblasensteine

 

  • Gallenkoliken: Häufige Ursache für eine Gallenkolik ist, dass ein Stein in den Gallengang rutscht und diesen blockiert. Die Gallenblase zieht sich immer wieder krampfartig zusammen, um das Hindernis weiterzuschieben, wodurch kolikartige, in Wellen verlaufende Schmerzen entstehen.
  • Gallenblasenhydrops: Die Gallenflüssigkeit wird aus der Leber in die Gallenblase abgesondert, kann aber nicht mehr abfließen.
  • Gallenblasenentzündung (Cholezystitis)
  • Gallenblasenperforation: Bei einer schweren Entzündung der Gallenblase kann die gallenblasenwand porös werden und reißen, so dass sich der Inhalt der Gallenblase in den freien Bauchraum entleert. Dabei kann es zu einer lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung (Peritonitis) kommen.
  • Gallengangsstein (Choledocholithiasis)

 

 

Alle operativ tätigen Ärzte sind hoch qualifiziert und sehr erfahren in der Durchführung ambulanter Operationen.

 

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